fhr – 10 Jahreszeiten, die spinnen die Imker! Naja, die einen sagen so, die anderen so…
Wir kennen die meteorologische Einteilung in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter die Natur teilt das Jahr aber wesentlich differenzierter ein – nämlich nach den auftretenden Phänomenen, dem Wachsen und blühen der Pflanzen! Wenn Imker einander raten im März diese oder jene Tätigkeit an den Bienen durchzuführen, kommt es immer darauf an wo die Bienen stehen – in Italien an den Alpen oder in Ostfriesland am Meer!
Eine viel bessere Einteilung des Jahres orientiert sich direkt an der Natur, wenn der imkerliche Ratschlag lautet die Tätigkeit an den Bienen durchzuführen wenn die Saalweide blüht können alle Imker egal wo die Bienen stehen eher dem Rat befolgen. Die Saalweide als Frühblüher versorgt die Bienen mit dem ersten Pollen für die Aufzucht der Brut, ein wichtiger Zeitpunkt für Imker und Bienen. Die Weide blüht aber je nach Region zu anderen Zeiten, in manchen Gegenden mag es gar keine Saalweide geben, also ist der eigentliche Rat, wenn der erste Pollengeber blüht dann geht es los.
Genau dafür orientiert man sich beim Imkern an den natürlichen Jahreszeiten, dem phänologischen Kalender! Die 10 Jahreszeiten sind
- Vorfrühling
- Erstfrühling
- Vollfrühling
- Frühsommer
- Hochsommer
- Spätsommer
- Frühherbst
- Vollherbst
- Spätherbst
- Winter
Die Bezeichnungen Früh-, Hoch- und Spätsommer haben sich im Sprachgebrauch bis heute durchaus gehalten und man hört sie noch gelegentlich, die anderen Bezeichnungen sind nur noch Landwirten, Förstern und Imkern bekannt – gemeinhin Menschen die sehr naturnah arbeiten oder leben.
Die 10 Jahreszeiten orientieren sich an der Natur und den Pflanzen, in Deutschland beginnt der Vorfrühling z.B. mit dem Blühen der Erle, Haselnuss, Krokus, Pestwurz, Saalweide und den Schneeglöckchen – die genannten Pflanzen kann man auch als Zeigerpflanzen bezeichnen.
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